Mittwoch 12.01.2022
Veröffentlicht am 12.01.2022 um 07:51
Gefahrenstufe
2300m
Lawinenproblem
Triebschnee

2300m

Neuschnee

2000m

 

Der kalte Neuschnee und die während dem Schneefall entstandenen Triebschneeansammlungen bilden die Hauptgefahr. Im Tagesverlauf sind einzelne Gleitschneelawinen und feuchte Rutsche möglich.
Der viele Neuschnee der letzten Tage und die mit dem teils stürmischen Nordwind entstandenen, umfangreichen Triebschneeansammlungen können an allen Expositionen in hohen Lagen und im Hochgebirge teilweise ausgelöst werden. Die trockenen Lawinen sind vereinzelt groß. An sehr steilen Schattenhängen und in windgeschützten Lagen sind trockene Rutsche zu erwarten, aber meist nur kleine. Mit Neuschnee und schwachem bis mäßigem Nordostwind entstehen bis am Morgen an kammnahen Süd- und Westhängen weitere Triebschneeansammlungen.

Vor allem an sehr steilen Sonnenhängen und an Grashängen sind mit der Sonneneinstrahlung nur noch vereinzelt kleine bis mittlere Gleitschneelawinen und feuchte Rutsche möglich.

Vor allem oberhalb von rund 2300 m: Für Skitouren, Freeriden und Schneeschuhwanderungen im Steilgelände sind die Verhältnisse teils heimtückisch. Die aktuelle Lawinensituation erfordert eine überlegte Routenwahl.
Schneedecke
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Seit Samstag fielen oberhalb von rund 2000 m 50 bis 100 cm Schnee, lokal auch mehr. Der Nordwind hat Neu- und Altschnee intensiv verfrachtet. Der Neuschnee und die Triebschneeansammlungen haben sich an allen Expositionen recht gut mit dem Altschnee verbunden. Erfolglose Lawinensprengungen und Beobachtungen im Gelände bestätigen die recht günstige Lawinensituation. Vor allem windgeschützte Schattenhänge und Rinnen, Mulden und Felswandfüße: Schwachschichten im Altschnee erfordern Vorsicht. Auch sehr steile Sonnenhänge sowie Grashänge: Die Gefahr von Gleitschneelawinen und feuchten Rutschen steigt im Tagesverlauf etwas an. Besonders in mittleren und hohen Lagen liegt für die Jahreszeit sehr viel Schnee.
Tendenz
Donnerstag: Neu- und Triebschnee verbinden sich vor allem an steilen Sonnenhängen recht gut mit dem Altschnee. Allmählicher Rückgang der Gefahr von Gleitschneelawinen und feuchten Rutschen mit der Abkühlung.